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Stottern und Poltern

Klassische logopädische Stottertherapien

Unsere Logopädinnen sind gut geschult und kennen alle bekannten und bewährten Stottertherapien. Die Wahl der Methode entscheiden unsere Therapeutinnen in Absprache mit den Patienten bzw. bei Kindern mit den Eltern, denn nicht jede Methode ist für jeden Patienten geeignet. In der Regel fließen – je nach den Bedürfnissen und Voraussetzungen des Patienten- verschiedene Methoden in unsere Arbeit mit ein. Wichtig ist, dass Sie Geduld mitbringen. Ein echtes Stottern lässt sich nicht mit einem Knopfdruck ausschalten. Wir gehen in der Regel von einer Behandlungsdauer von mindestens einem Jahr aus. Aber auch dann lässt sich das Stottern in den seltensten Fällen vollständig und für alle Zeiten heilen. Ein echter Stotterer bleibt meist ein Stotterer, d.h. bei Aufregung oder anderen Umstellungen können die Symptome jederzeit wieder auftreten. Ziel der logopädischen Behandlung ist daher in erster Linie den Umgang mit dem Stottern technisch und sozial zu verbessern und das Auftreten der Symptome deutlich zu reduzieren. Das vorübergehende Entwicklungsstottern, wie es im Kindergartenalter häufig auftritt, lässt sich in einer ausführlicheren Diagnostik gut von echten Stottersymptomen unterscheiden und ist in der Regel nicht therapiebedürftig. Andere Sprechtechnikprobleme, wie Poltern, Nuscheln oder Redeunflüssigkeiten bei neurologischen Erkrankungen lassen sich meist vollständig abbauen und benötigen oft einen erheblich kürzeren Behandlungszeitraum.

Sprechtechnische Stottertherapie nach Ariane Willikonsky
(nur für Erwachsene)

Bei dieser Methode arbeiten Sie an der direkten Verbesserung Ihrer Sprechtechnik. Sicher haben Sie auch schon einmal bemerkt, dass Sie während des Singens niemals Stottern. Das liegt daran, dass Sie während des Singens Ihr Zwerchfell in Tiefstellung halten. Dies verhindert durch eine physikalisch erklärbare Sogwirkung ein Flattern der Muskulatur, wie sie während des Stotterns auftritt. Die veränderte Sprechtechnik (gestütztes Sprechen) bewirkt, dass Sie wenn es wichtig ist (z.B. bei Vorträgen, am Telefon, oder im Streitgespräch) das Stottern vermeiden können. Logopäden kritisieren zu Recht, dass es sich bei rein technischen Methoden immer um künstliche Verbesserungen (so genannte „Sprechkrücken“) handelt. Der Vorteil ist jedoch, dass Sie sich darauf verlassen können, dass Sie im Notfall immer eine „Krücke“ haben, auf die Sie sich verlassen können. Unserer Erfahrung nach führt dies zu einer enormen Verbesserung des Selbstbewusstseins, welche wiederum eine sehr positive Rückwirkung auf das Stottern bewirkt. Sie Symptome werden dadurch für die Patienten kontrollierbarer.

Diese Methode wird von speziell geschulten Sprechtrainerinnen durchgeführt. Die Kosten übernimmt in diesem Fall leider nicht die Krankenkasse. Sie betragen € 45,00 pro Unterrichtseinheit von 45 Minuten. Wir benötigen zur Erarbeitung dieser Sprechtechnik ca. 10- 20 Unterrichtseinheiten.

 

 

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