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hier: Start > Logopädie > Sprachtherapie Sprachtherapie bei Kindern
Wenn der Verdacht auf eine Sprachstörung bestätigt wurde, stellt der Kinderarzt, oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt, eine Verordnung aus. In der Regel werden zunächst 10 Therapieeinheiten á 45 Minuten verordnet. 1-2x pro Woche geht das Kind dann zur Sprachtherapie. Ob weitere Behandlungen notwendig sind, entscheidet die Sprachtherapeutin dann zusammen mit dem verordnenden Arzt. Die Krankenkassen gehen aufgrund ihrer Erfahrungen von bestimmten Regelzeiträumen aus. Diese betragen bei einer auditiven Wahrnehmungsstörung und bei Poltern 20 Therapieeinheiten, bei einer Artikulationstherapie 30, bei Hörstörungen und Stottern 50 und bei Sprachentwicklungsstörungen 60 Therapieeinheiten. Bei schweren Sprachstörungen oder Sprachbehinderungen kann die Therapie auf Antrag des Arztes aber auch länger dauern. Für den Therapieerfolg ist es von großer Bedeutung, dass die Eltern und der Kindergarten die Behandlung unterstützen. Nur wenn die angeleiteten Übungen auch zuhause fortgeführt werden, sind rasche und langfristige Erfolge zu erwarten. Ablauf einer SprachtherapieZunächst werden Eltern und Kind gemeinsam zu einem Diagnostiktermin eingeladen. Dort stellt die Therapeutin therapierelavente Fragen zur Entwicklung des Kindes und seinem sozialen Umfeld. Im Anschluss daran werden mit dem Kind einige störungsspezifische Sprachtests durchgeführt. Die Ergebnisse werden von der Therapeutin ausgewertet, die daraufhin einen Behandlungsplan erstellt. Erst danach kann die Therapeutin Angaben darüber machen, wie lange die Behandlung in etwa dauern wird und welche Therapiemethoden sie für passend hält. Diese Angaben können jedoch niemals verbindlich sein, da die Fortschritte der Therapie nicht nur von der Qualität der Therapie, sondern auch von den Lernfähigkeiten und der Motivation des Kindes, dem Übungsverhalten der Eltern und vom regelmäßigen Therapiebesuch abhängig ist. In der Regel bleibt das Kind, nach der ersten Eingewöhnungsphase allein, da die Kinder sich ohne Beobachtung meist freier verbal äußern. Die Therapeutin führt mit dem Kind spielerische Übungen zum Abbau der Störung durch. Für Außenstehende ist der Effekt dieser Übungen nicht immer gleich nachvollziehbar. Man könnte denken, in der Therapie würde nicht gearbeitet, sondern gespielt. Diese Aussage ist sowohl richtig, als auch falsch. Tatsächlich werden in der Therapie alle Lernziele in Spiele verpackt. Die Therapeutin weiß aber zu jeder Zeit ganz genau, worauf sie im Einzelfall achtet und wo ihr Therapieziel dabei liegt. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie einfach nach. Therapeutinnen wissen interessierte Eltern oder engagierte Erzieherinnen zu schätzen und erklären ihnen sicher gerne wozu welche Übung gut ist. Eine gute Therapeutin wird die Begleitperson aber auch ungefragt am Ende jeder Therapieeinheit über die Behandlungsschwerpunkte und die erreichten Teilziele informieren. Zudem erhalten Sie dann Tipps zur Unterstützung der Therapie im häuslichen Umfeld oder im Kindergarten. Ziel einer SprachtherapieDas Ziel einer Sprachtherapie ist nicht immer der vollständige Abbau der Schwäche. Bei sehr schweren Störungen, ist es vielleicht nur möglich kleine Verbesserungen zu erzielen. Für das eine Kind ist es eine große Leistung einen vollständigen Satz zu sagen, für ein anderes ist ein erstes Lächeln schon ein ganz großer Schritt. Ziel einer Sprachtherapie ist die individuellen kommunikativen Fähigkeiten eines Kindes optimal zu fördern.
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