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Willikonsky
 
Stuttgart

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Was ist eine Dysphagie (Schluckstörung)?

Als Dysphagie bezeichnet man eine Störung des Schluckens. Sie kann beim Trinken, Essen und sogar beim Schlucken des Speichels auftreten. Dysphagien stellen ein hohes Gesundheitsrisiko im Alter dar, sda sie zu lebensbedrohlichen Lungenentzündungen führen können. Zudem führen Dysphagien zu einem Verlust an Lebensfreude, da das Essen und Trinken gerade im Alter für den Tagesablauf und die Geselligkeit eine große Rolle spielt.

Das Schlucken erfordert eine sehr fein abgestimmte Koordination verschiedener Muskelgruppen. Für die Steuerung des Schluckaktes sind verschiedene Zentren im Gehirn verantwortlich.

Schluckstörungen können daher sowohl durch muskuläre Probleme entstehen, als auch durch Verletzungen im Gehirn, z.B. durch einen Schlaganfall,

Woran kann man eine Dysphagie (Schluckstörung) erkennen?

  • Häufiges Verschlucken, u.a. mit Husten während (oder nach) des Essens
  • Hypersalivation, Sabbern
  • Essen/Trinken bleibt im Mund
  • Ruckartiges, abruptes Schlucken („Essen geht nicht runter“)
  • Heisere (nasse) Stimme
  • Kloßgefühl (Frosch im Hals)
  • Schmerzen beim Schlucken

Welche Folgen kann eine Dysphagie (Schluckstörung) haben?

  • Flüssigkeitsmangel (Austrocknen)
  • Mangelernährung
  • Psycho-soziale Folgen (Scham, Rückzug)
  • Verlust an Lebensqualität (Tagesplanung)
  • Lungenentzündung (Aspirationspneumonie)
  • Soziale Isolation

Welche Ursachen einer Dysphagie gibt es?

  • entzündliche Veränderungen (Pilzbefall unter der Zahnprothese)
  • altersbedingte Veränderungen (Zahnverlust oder nicht passende Zahnprothese)
  • Verletzungen und Tumore der Mundhöhle, des Rachens  und der Speiseröhre
  • Schlaganfall
  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Psychische Erkrankungen

Dysphagietherapie im Institut

Zunächst erfolgt ein ausführliches Beratungs- und Anamnesegespräch mit dem Patienten, seinen Angehörigen, sowie eventuell des Pflegepersonals etc.

Dann wird eine Beobachtung und Untersuchung der am Schlucken beteiligten Strukturen während eines sog. therapeutischen Essens und Trinkens durchgeführt. Auf dieser Basis und in Absprache mit den behandelnden Ärzten und Pflegern wird im Anschluss an die Untersuchungsergebnisse die Nahrung bezüglich ihrer Konsistenz und Darreichungsform an die Probleme des Patienten angepasst.

Eine ausführliche Beratung (z.B. Körperhaltung beim Essen, Nahrungsanpassung, ein angepasstes Esstempo etc.) kann eventuell schon einen Großteil der Probleme lösen. In vielen Fällen ist jedoch ein intensives und hochfrequentes Üben notwendig um dem Patienten eine normale Nahrungsaufnahme wieder zu ermöglichen.

In Gesellschaft mit Lust Essen und Trinken zu können bedeutet Lebensqualität. Wir unterstützen unsere Patienten dabei diese Fähigkeit zu erhalten, bzw. so gut wie möglich wiederzugewinnen.

 

 

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