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hier: Start > Logopädie > Sprachstörungen > Aphasie AphasieUnter Aphasie versteht man eine Sprachstörung, die aufgrund einer Hirnschädigung, z.B. nach einem Schlaganfall, einem schweren Schädelhirntrauma oder bei Hirntumoren, auftritt. Betroffen können sowohl das Sprachverständnis, als auch die Sprachproduktion sein. Folgende Symptome können auftreten:
Die sprachlichen Defizite können sich zudem auch beim Lesen und Schreiben zeigen.
Aphasieformen:
2. Sensorische Aphasie (Wernicke Aphasie)
3. Amnestische Aphasie:
4. Globale Aphasie:
Aphasietherapie im InstitutAlltagsbezogene Aphasietherapie (Ariane Willikonsky)Die Basis unserer Arbeit bietet die Alltagsbezogene Aphasietherapie. Die Grundlage unserer Therapieplanung bilden die individuellen Bedürfnisse der Patienten. Es ist für uns wichtig das private Umfeld des Patienten, seinen Alltag und seinen Bedürfnisse kennenzulernen. Auf dieser Basis werden die Ziele der Therapie festgelegt. Das primäre Ziel der Alltagsbezogenen Aphasietherapie ist also die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit des Patienten im Alltag auf der Basis seiner individuellen Bedürfnisse. Beispiel 1Patient A hat nach einem Schlaganfall eine verwaschene Aussprache, eine Wortfindungsstörung und Defizite beim Schreiben. Er war noch nie ein leidenschaftlicher Redner, ist gerne allein in seinem Zimmer und möchte meist seine Ruhe haben. Wichtig ist ihm aber der Kontakt zu seiner Tochter in Amerika, dieser erfolgt intensiv über das Schreiben von Postkarten. Bei der alltagsorientierten Aphasietherapie wäre nun Primärziel das Schreiben kurzer Sätze, um mit dem Patienten die für ihn sehr wichtige Fähigkeit „Postkartenschreiben“ möglichst rasch wieder zu erlernen. Ausspracheübungen werden nur am Rande durchgeführt und beziehen sich lediglich auf Alltagssätze, die für den Patienten eine Rolle spielen, z.B. das deutliche Sprechen des Satzes: „Ich habe Durst“. Beispiel 2Patientin B zeigt ebenfalls nach einem Schlaganfall die gleichen Symptome wie Patient A. Die Patientin ist sehr kommunikativ und lebt zusammen mit ihrem schwerhörigen Ehemann, der sie nun – aufgrund der verwaschenen Aussprache – kaum noch verstehen kann. Das Schreiben empfindet die Patientin als mühsam und unwichtig. Ihr Bedürfnis in diesem Bereich beschränkt sich auf das Unterschreiben von Formularen. Bei der Alltagsorientierten Aphasietherapie wäre hier das Primärziel die Verbesserung der deutlichen Aussprache über Lippen und Zungenübungen, um der Patientin wieder das Plaudern mit dem Ehemann zu ermöglichen. Schreibübungen würden nur am Rande in kurzen Unterschriftübungen erfolgen. Der große Vorteil der Alltagsbezogenen Aphasietherapie ist die hohe Motivation der Patienten. Damit werden auch die Chancen des Therapieerfolgs deutlich erhöht. Hinzu kommt die Gewährleistung, dass der Patient das lernt, was er im Alltag auch wirklich braucht.
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